Blockchain im Dokumentenmanagement

Blockchain im Dokumentenmanagement

Das Thema Blockchain grassiert derzeit vielerorts. Doch was für Kryptowährung geeignet ist, kann auch für Dokumente sinnvoll sein.

Zuletzt machte Facebook mit einer neuen Kryptowährung namens Libra auf sich und gleichsam auf das Thema Blockchain aufmerksam. Einst für den Bitcoin geschaffen vermag die Blockchain-Technologie jedoch weit mehr zu leisten, als die Übertragung von Währungsanteilen zu dokumentieren. Werfen wir jedoch zunächst einmal einen Blick auf die allgemeine Funktionsweise dieser Technologie und klären im Nachgang dessen Nutzen für das Dokumentenmanagement. 

Definition von Blockchain

Im Wesentlichen versteht man unter Blockchain, oder zu Deutsch Blockkette, eine stetig erweiterbare Liste von Datensätzen, die Blöcke genannt werden und mittels verschlüsselter Verfahren miteinander verkettet werden. Jeder Block in dieser Kette enthält dabei einen sicheren Hash, also komprimierte Informationen, des vorherigen Blocks sowie einen Zeitstempel und diverse Transaktionsdaten. Genutzt wurde diese Technologie vor allem beim Bitcoin, der heute ältesten aktiven Blockchain. Hier werden in einer Reihe von Datenblöcken eine oder mehrere Transaktionen zusammengefasst und mit einer Prüfsumme versehen. Dabei wird sichergestellt, dass keine Transaktion im Nachhinein noch verändert werden kann, ohne alle anderen vorherigen Blöcke auch zu verändern. 

Vielseitiger Einsatz der Blockchain

Seither findet die Blockchain Einsatz in diversen Bereichen, etwa bei Auditing, auf Kapitalmärkten oder bei Lieferketten für Lebensmittel. Im Dokumentenmanagement sind diverse Anwendungsbereiche denkbar. In Buchführungssystemen die dezentral geführt werden kann zum Beispiel der richtige Zustand dokumentiert werden, sowie die beteiligten Personen mitaufgeführt. Interessant kann die Technologie jedoch vor allem dort werden, wo sensible Daten ausgetauscht und bearbeitet werden müssen. Man denke hierbei zum Beispiel an Patentdokumente. 

Erfindungen schützen mit der Blockchain

Neugeschaffene Produkte zum Patent anzumelden ist mitunter ein recht kompliziertes Unterfangen. Nicht nur die reine Anmeldung muss vollzogen werden, vielmehr müssen Prototypen erstellt, Produktprüfungen vorgenommen, Marktforschung betrieben und Hersteller gefunden werden. Auch muss der jeweilige Erfinder nachweisen, dass das Patent wirklich sein geistiges Eigentum darstellt. Ohne rechtliche Beratung und digitale Hilfsmittel ist dieser Aufwand kaum zu stemmen. Softwaresysteme können dabei Unterstützen diesen Aufwand zu meistern und alles sicher zu dokumentieren. 

Manipulationssichere Dokumentation

Dabei werden Dokumente auf verschiedenen dezentralen und lokalen Datenbanken gespeichert und werden automatisch mit Zeitstempel und Transaktionsdaten versehen. Somit kann immer sichergestellt werden, wann und durch wen ein Dokument erstellt, bearbeitet und weitergeschickt wurde. Gerade beim Patent unerlässlich. Durch ein solches System kann der Werdegang einer Erfindung manipulationssicher dokumentiert werden. (vgl. Klaus Lorbeer vom 24.07.2019 auf computerwelt.at) Wohin die Reise mit der Blockchain letztlich auch geht, die Technologie ist insofern spannend, als dass diese, Unternehmen in der Dokumentation ihrer Transaktionen von Daten mehr Sicherheit verspricht. 

29 Juli 2019

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