Mac längst nicht so sicher wie sein Ruf

Mac längst nicht so sicher wie sein Ruf

Eine ehemaliger NSA-Mitarbeiter hebelt die Sicherheitssoftware des Apple-Betriebssystem macOS einfach aus und entzaubert den Mythos vom sicheren Mac.

Es ist Defcon in Las Vegas, eine der größten Hackerkonferenzen der Welt und Patrick Wardle betritt die Bühne. Der ehemalige Mitarbeiter der US-Geheimdienstbehörde NSA demonstriert live und vor aller Welt, wie einfach das Apple-Betriebssystem macOS zu hacken sei. Er halte dies für trivial und präsentiert gleich mehrere Möglichkeiten, die in der Tat sehr einfach erscheinen, das System zu hacken. Er wolle mit dem Mythos aufräumen, dass Macs unhackbar seien, wo von viele immer noch ausgehen würden. Vielmehr halte er Windows 10 mittlerweile sogar für die sicherer Variante. Er selbst wechselte nach seiner Zeit als Hacker der NSA auf die defensive Seite und gründete Digita Sercurity, eine Firma die Schutzprogramme für Macs in Unternehmen entwickle. 

Windows sicherer als Apple

Gleichsam stellt er auf seiner privaten Homepage eine Reihe selbstgeschriebener Schadsoftware zur Verfügung, die theoretisch von jedem einfach eingesetzt werden können. Man müsse heutzutage nicht mehr zwangläufig Malware speziell für Macs programmieren, man könne einfach andere kopieren und zum Einsatz bringen. Er wolle zeigen, dass das hacken von macOS längst nicht so schwierig ist, wie allgemein angenommen und dass es deshalb vermutlich auch deutlich häufiger vorkommt, als man denke. Er habe sich schon immer daran gestört, dass dieser Mythos vom unhackbaren Mac selbst durch Apple dankend angenommen und sogar noch befeuert wurde. Traditionell sei es in der Tat so gewesen, dass Windows einfacher zu hacken gewesen sei, heute sei dies definitiv nicht mehr der Fall. 

Apple versäumt Nachrüstung

Er halte Windows 10 für deutlich sicherer, wenngleich sich das Sicherheitsniveau allgemein in den letzten Jahren deutlich verbessert habe. Doch sehe er in macOS heute das leichtere Ziel, was seiner Einschätzung nach auch daran läge, dass Apple sich allzu sehr auf seinen Lorbeeren ausgeruht habe. Auch spielte in der Vergangenheit die Diskrepanz in den Nutzerzahlen eine wesentliche Rolle, warum es zu weniger Angriffen auf Macs kam. Windows war und ist Marktführer und hat immer noch rund 8-mal zu viele Anwender für Apple. 

Schadsoftware speziell für Apple

Doch die Zahlen von Apple wuchsen stetig, sodass mittlerweile rund 100 Millionen Macs in Gebrauch seien, wie das Unternehmen selbst verlauten ließ. Das macht auch die Angriffe auf Macs deutlich attraktiver als früher. Zudem werden Macs oft von Führungsebenen eingesetzt, was Angriffe auf diese zusätzlich erhöht. Anwender von Apple Hardware sollten sich dementsprechend nach speziell für Macs ausgerichteter Sicherheitssoftware Ausschau halten. (vgl. Patrick Beuth vom 11.08.2019 auf spiegel.de)

14 August 2019

Lesen Sie mehr über:
macOS Windows Microsoft Apple Betriebssystem DMS

Der digitale Personalausweis

Die neue Personalausweis-App soll Bundesbürgern im kommenden Jahr ermöglichen, ihren Ausweis in Form einer E-ID bei sich zu tragen.

Lesen Sie weiter

Arbeitserleichterung für Bauunternehmen

Lesen Sie hier, wie die Digitalisierung im Baugewerbe Architekten, Bauherren und Bauunternehmen die Arbeit erleichtert.

Lesen Sie weiter